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Die Auswirkungen von steigenden Renten und der Null-Zins-Politik der EZB

Niedrige Guthabenzinsen und drohende Steuerpflicht führen zu einem Umdenken auch bei deutschen Rentnern

Immer mehr Rentner sorgen für Bewegung auf dem Immobilienmarkt. Dieses Phänomen ist laut Insidern bereits jetzt zu beobachten und könnte sich ab 2017 noch verstärken. Die Ursache dafür sehen Experten unter anderem in der Tatsache begründet, dass zahlreichen deutschen Rentnern durch die Erhöhung der Altersregelrente im kommenden Jahr eine Steuerpflicht droht und dass die Zinserträge aus Sparbüchern oder sonstigen Geldanlagen immer geringer ausfallen. Auch Lebensversicherungen bieten kaum noch Renditechancen und die Erträge aus Sparformen, die im Sinne der „Riester-Rente” abgeschlossen wurden, bleiben mittlerweile weit hinter den Erwartungen zurück. Analysten und Finanzexperten führen diese Entwicklung auf die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück.

  1. Auswirkungen der Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank auf den Kapitalmarkt
  2. Kredite für Immobilien sind billig wie nie
  3. Neue Wege zur Altersvorsorge und Sicherung des Einkommens im Alter

Auswirkungen der Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank auf den Kapitalmarkt

Die Entscheidung der EZB unter der Führung von Mario Draghi, den Leitzins quasi auf null zu setzen, verblüffte alle Experten. Laut Daniel Eckert, Finanzredakteur "Die Welt", hat das weitreichende Auswirkungen auf den Finanzmarkt - und diese Auswirkungen seien eher alles andere als positiv. So zitiert "Die Welt" den Chefvolkswirt der ING DiBa, Carsten Brzeski, mit den Worten: "Die Zinsen auf Sparprodukte werden tendenziell weiter sinken". Das hängt damit zusammen, dass die deutschen Banken kaum noch ein Interesse daran haben, Sparer durch ansprechende Zinsen dazu zu bewegen, Geld anzulegen, da das für die Kreditvergabe benötigte Geld der Kreditinstitute ohne Zinsaufschlag durch die EZB beschafft werden kann. Mehr noch: mit der Einführung der Null-Zins-Entscheidung wurde die Strafgebühr für Kreditinstitute, die ihr Geld bei der Europäischen Zentralbank deponieren, von 0,3 auf 0,4 Prozent erhöht. Diese Maßnahme soll der Deflation entgegenwirken und Finanzinstitute dazu bewegen, mehr Kredite auszureichen, um so die Konjunktur anzukurbeln. Laut „Die Welt” geht Chefvolkswirt Brzeski nicht davon aus, dass die Banken die Negativzinsen an ihre Kunden weiterreichen wird, allerdings prognostiziert er steigende Kosten für Kontoführung und weitere Finanzdienstleistungen. Diese Entwicklungen haben Auswirkungen auf alle Anleger und somit auch auf die Gruppe der Rentner. Das führt bereits jetzt dazu, dass verstärkt in Rohstoffe und andere Sachwerte investiert wird. Einer dieser Rohstoffe ist Gold, der Preis für eine Feinuze steigt derzeit stetig und wenn man den Worten von Investor Max Otte, den "Die Welt" in ihrem Beitrag zitiert, Glauben schenken kann, gilt ein Unzenpreis von 2000,- Dollar als nicht unwahrscheinlich.

Kredite für Immobilien sind billig wie nie

Im Gegensatz zu allen befürchteten negativen Einflüssen der Null-Zins-Politik der EZB hat diese Entscheidung jedoch positive Auswirkungen auf die Immobilienfinanzierung. Derzeit sind die Zinsen für Kredite in diesem Zusammenhang so billig wie nie. Diese Entwicklung ist für Investoren auf dem Immobiliensektor aus unterschiedlichen Gründen interessant. Die Nachfrage nach gut ausgestattetem Wohnraum und Wohneigentum nimmt zu. Das hängt zum einen mit der konjunkturbedingten Steigerung der Realeinkommen zusammen, aber auch mit der Tatsache, dass bezahlbare Wohnungen und/oder Häuser durch die große Zahl an Zuwanderern in Deutschland immer mehr zur Mangelware wird. Mittlerweile sind davon nicht nur die Ballungszentren betroffen, auch in ländlichen Regionen zeichnet sich diese Entwicklung ab. Der Boom auf Immobilien ist in Deutschland bereits in vollem Gange. Diesen Trend haben vermehrt auch deutsche Rentner erkannt. Unter Berücksichtigung der bereits eingangs erwähnten drohenden Steuerpflicht wegen gestiegener oder steigender Rentenbezüge ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch, durch Immobilienbesitz eine gute Rendite erzielen zu wollen. "Die Welt" weist in ihrem Beitrag jedoch auf die Gefahr von so genannten Blasen hin und begründet das damit, dass der Anteil des Einkommens von Normalverdienern, der für das Wohnen aufgewendet werden muss, besonders in den Metropolen der Bundesrepublik in letzter Zeit in die Höhe geschnellt ist. Mit Blick auf die Erfahrungen in anderen Ländern weckt der Beitrag jedoch auch die Hoffnung, dass der Boom auf Immobilien länger andauern könnte, als es zu Beginn erwartet wurde.

Neue Wege zur Altersvorsorge und Sicherung des Einkommens im Alter

Bei der Sicherung von Erspartem und der Altersvorsorge sind heute durch die Entwicklungen auf dem Finanzsektor andere Möglichkeiten gefragt und angeraten als noch vor Jahren. Spürbare Erträge aus Zinsen für Sparbücher, Sparverträge, Lebensversicherungen oder anderen Geldanlagen sind kaum noch zu erwarten. Auch eine Kapitalanlage in Form von Aktien ist sehr risikobehaftet und laut "Die Welt" sind die Auswirkungen der Politik des billigen Geldes auf die Börse eher enttäuschend. Das hängt auch damit zusammen, dass zahlreiche Vorschriften bestimmen, in welcher Form Banken Kundengelder anlegen dürfen. Somit hängt die Kursentwicklung überwiegend von den Unternehmensgewinnen ab und diese unterliegen der Konjunkturentwicklung. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine konkrete Empfehlung für oder gegen eine Anlageform nur schwer getroffen werden kann. Als Resumee der Internet-Recherche zu diesem Beitrag hat sich jedoch gezeigt, dass Investitionen in Immobilien zumindest mit Blick auf die aktuell prognostizierte Entwicklung auch für die Gruppe der Rentner durchaus gewinnbringend und sinnvoll sein kann.

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