Historisches Hofgut in Weilerswist
Ein herausragender Gutshof mit langer Historie und aussichtsreicher Zukunft
Bis Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte der Gutshof der Adelsfamilie von Umbescheiden, die auf der nur wenige Kilometer abwärts gelegenen Burg Kühlseggen residierte. Durch Kaufvertrag erwarb das Kanonierstift St. Mariengraden in Köln den Gutshof. Das Kölner Stift blieb Eigentümer bis zur Säkularisierung durch die französische Verwaltung am Ende des 18. Jahrhunderts.
In dieser Zeit wurde der Gutshof „Margarethenhof“ genannt und bis in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts sind nur adelige Herren als Schultheiße und Pächter des Margarethenhofes nachweisbar. Der erste bekannte war der Goßwin Brent von Vernich, Herr auf der benachbarten Burg Groß-Vernich. Der Margarethenhof war stets einer der bedeutendsten Höfe in der Gegend mit einem eigenen Vogt und Schultheiß und die Zentrale des grundherrschaftlichen Verbandes.
Unter dem Vorsitz des Schultheißes tagte das Mariengradensche Hofgericht in Kleinvernich und regelte alle aus der Hofpacht sich ergebenden Rechtsfragen. Im Jahre 1731 wird der Halfe Caspar Claren Pächter auf dem Hof, der ihm dem Namen „ Klarenhof“ gegeben hat. Die adeligen Pächter nutzten die Pachtjahre dazu sich auf dem ihnen anvertrauten Hofe einen standesgemäßen, das heißt burgartigen Wohnsitz zu errichten. Bis zum Jahre 2006 wurde das Gut Klarenhof genutzt und diente der angesiedelten Agrargenossenschaft als zentrale Lagerstätte der Ernte für viele umliegende Gutshöfe.

Damit hat bis zuletzt das Gut Klarenhof seine herausragende Funktion als gutshöfische Zentrale bewahrt. Die Geschichte des Hofes und des Ortsteils Vernich wird anschaulich in einem knapp 200 Seiten umfassenden Buch detailliert in 26 Kapiteln dargestellt. Seine neue Bestimmung als gehobener Wohnraum bewahrt die Wurzeln einer langen und erfolgreichen Existenz. Gestützt durch sein gutes Omen aus der Vergangenheit wird das neue Gut Klarenhof zum Wegweiser neuer Lebensformen, die den demographischen Wandel mit innovativen Ansätzen fest im Blick hat.
Damit sichert sich der Hof für die Zukunft durch „herrschaftliches Wohnen in seiner schönsten Form“ seine herausragende Stellung in Vernich und damit in Weilerswist.



