Maison des Officiers in Potsdam
Maison des Officiers
Wenn Sie von der Nedlitzerstraße die neogotische Kulisse der Roten Kaserne betreten, wird Ihnen das rote Offiziershaus sofort ins Auge fallen. Das prachtvolle Stabsgebäude liegt repräsentativ am Eingang des Kasernengeländes. Die Geschichtsbücher nennen Garnisonsbauinspektor Robert Klingelhöffer als Baumeister.
Zur Betonung des Gebäudes plante er das Offiziersanwesen in die Mitte der Gebäudefluchten. Alle Sichtachsen laufen hier zusammen. Von Ihrem Freisitz hatten die Regiments Offiziere das gesamte Garde Corps im Blick.
Das Maison des Officiers® ist mit Klinkersteinen verblendet. Ornamentik und Giebelkrönungen gliedern die Fassade. Der Architekt verfolgte die Stilrichtung der so genannten Backsteingotik, einem Kunst-und Architekturstil des 19. Jahrhunderts. Sie ist eine Spielart des Historismus. Ihre Formensprache orientierte sich an einem idealisierten Mittelalterbild.
Wo einst die Offiziere des deutschen Kaisers Strategien entwarfen und Schlachtpläne schmiedeten, wird friedliches Leben Einzug halten. Nach den Entwürfen der Architekten Eric van Geisten und Georg Mar-fels wird das Offiziersgebäude bald in neuem Glänze erblühen. Ihre Visionen werden Stein auf Stein gebaut. Zum Erhalt der denkmalgeschützten Gebäudesubstanz werden, in Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege, die historischen Kastenfenster restauriert. Wo zerstört, werden sie durch, in einer deutschen Meistermanufaktur nach historischem Vorbild gefertigte, Holzfenster ersetzt. Vor dem Offiziershaus stehen den Bewohnern PKW-Stellplätze und ein Fahrradständer zur Verfügung.



