Dorotheen Villa in Leipzig
Cöthner Straße 10 - Ein Objekt mit Geschichte
Das
Dorotheen Villa
historisch wertvolle Haupthaus in der Cöthner Straße 10 - vormals Dorotheenstraße 2 - ist eines der ersten, wenn nicht sogar das erste Objekt, das in der 1885 einsetzenden umfangreichen Bebauung dieses Gohliser Viertels in der Gründerzeit entstand. Zwischen 1882 und 1886 als Wohnhaus in einer schlichten außenarchitektonischen Eleganz und umfangreichen Stallanlagen auf einem großzügigen Gartengrundstück geplant, besitzt das gründerzeitliche Gebäude-Ensemble durchaus Zeugniswert für die früh einsetzende Bebauung der damals noch an dieser Stelle vorherrschenden Acker- und Wiesenflächen vor den Toren der Stadt Leipzig und am Rande des ehemaligen Dorfes Gohlis.
Das Baudenkmal hat sich seit der Entstehungszeit in relativ unverfälschter Form erhalten - sowohl in der äußeren als auch inneren Struktur. Die ursprünglich an der Fassade installierten Gesimse und Bekrönungen sind für eine detailgetreue Rekonstruktion weitgehend erhalten geblieben. Der heutige Zustand entspricht größtenteils den damaligen Ideen und Entwürfen des Gohliser Bauherrn und wohlhabenden Zimmerermeisters Carl August Emil Kayßner aus dem Jahre 1884. Wurden in der Gründerzeit vielfach Wohnhäuser als Kapitalanlage kurz nach der Fertigstellung weiter veräußert, schrieb das Objekt sogar nach 1910 nach-weislich eine konstante Familiengeschichte - im Besitz der Witwe Franziska Anna Kayßner und des angesehenen Leipziger Lehrmeisters Professor Dr. Köhler. 1922 wurden die ehemaligen hofseitigen Stallanlagen und Wirtschaftsgebäude vom Eigentümer Paul Schulze für Wohnzwecke umgebaut.



