Stauffenbergallee 12 in Dresden
Stauffenbergallee 12 a-k
Die unter Denkmal stehende Wohnanlage Stauffenbergallee 12 a-k entstand 1878 als Kaserne für das Gardereiter-Regiment der sächsischen Armee an der König-Georg-Allee Nr. 12. Die Anlage bestand aus einem langgestreckten Kasernengebäude mit mehreren Seitenflügeln, fünf Pferdeställen für je 160 Pferde, einem Reithaus sowie einem Krankenstall für erkrankte Tiere. Im Hauptgebäude befanden sich die Wohn- und Schlafräume der Mannschaften, Wohnungen für Offiziere, Waschräume sowie die für den militärischen Alltag erforderlichen
Stauffenbergallee 12
Einrichtungen. Außerdem gab es ein Offizierscasino mit Veranda und Garten sowie ausgedehnte Reit- und Exerzierplätze.
Nach Eingliederung der sächsischen Armee in die Reichswehr bezog 1919 das Reiter-Regiment Nr. 12 die Kaserne, dem später die Wehrmacht folgte. Nach 1945 belegten zunächst sowjetische Soldaten die Räume, die jedoch in den 50er Jahren die Kaserne teilweise zu Wohnzwecken freigab.
Die Stauffenbergallee wurde 1873 als Hauptachse der Albertstadt angelegt und als Paradestraße auf 3 Kilometern Länge mit ca. 30 Metern Breite ausgebaut. Zu Anfang des 20. Jahrhunderts wurden weitere Kasernen erbaut, u a. die Artilleriekaserne an der König-Georg-Allee. Die Gebäude blieben auch nach dem Ersten Weltkrieg in militärischer Nutzung. Obwohl die Bomben des Jahres 1945 auch hier einige Schäden hinterließen, sind die meisten Bauten bis heute erhalten und wurden bis 1990 genutzt. Die Straße wurde zu DDR-Zeiten nach dem kommunistischen Funktionär und früheren sächsischen Innenminister Dr.-Kurt-Fischer-Allee genannt. 1991 erfolgte die Umbenennung in Stauffenbergallee. Claus Graf Schenck von Stauffenberg (1907-1944) wurde als führender Kopf des Hitler-Attentates am 20. Juli 1944 bekannt und absolvierte einen Teil seiner militärischen Ausbildung in Dresden.



