Fischhausstrasse in Dresden
Fischhausstrasse
Das
Fischhausstrasse
Gebiet der Radeberger Vorstadt war Mitte des 19. Jahrhunderts noch weitgehend unbebaut. Auf dem Gelände wurde Landwirtschaft betrieben, so vom 1785 von Graf Marcolini gegründeten Vorwerk. 1790 ließ er noch das heute Waldschlößchen genannte Landhaus errichten.1764 wurde an der Elbe im Bereich der späteren Drachenschänke ein Kurbad unter Nutzung der Prießnitz angelegt, 1836 wurde die erste Dresdner Großbrauerei unter der Bezeichnung "Societätsbrauerei Waldschlößchen" gegründet. Heute befindet sich im früheren Verwaltungsgebäude eine beliebte Brauereigaststätte gleichen Namens.
Nach 1860 begann die Bebauung des Areals an der Radeberger Straße mit prachtvollen Villen, vergleichbar mit Wohnlagen wie Weißer Hirsch und Blasewitz. Es war Wohnquartier höheren Militärs und von Beamten, wohl auch vieler Preußen, wie der Name andeutet. Der größte Teil des im Krieg weitgehend verschonten Villenviertels wurde nach der Wende einer umfassenden Sanierung unterzogen und erstrahlt wieder in altem Glanz. Heute gilt das Preußische Viertel als eine der begehrtesten Wohngebiete Dresdens, die Mietnachfrage ist hier wesentlich höher als das Angebot, nur noch selten findet man hier unsanierte Objekte, die Preise in dieser bevorzugten Wohngegend sind in den letzten Jahren sehr stark gestiegen, die Mieten liegen ebenfalls mit 7 – 8 €/qm deutlich über dem sonstigen Mietniveau in Dresden.



