Luxusresidenz am Chiemsee in Aschau
Die historische Braustätte
Bis
Die Schlossbrauerei
heute unverändert erhalten: Die historische Braustätte im Erdgeschoß des Castellos. Als Hommage an die Geschichte Hohenaschaus und seines Wahrzeichens werden wir diesen Bereich nach der Restaurierung interessierten Besuchern gerne zugänglich machen (separater Eingang).
1549 Gründung der Schlossbrauerei Hohenaschau durch den am Bayerischen Hofe hochangesehenen Freiherren Pankratz von Freyberg. Damit ist die Schlossbrauerei Hohenaschau eine der ältesten Braustätten des Chiemgaus.
1569 Die Brauerei hat 600 Eimer Bier (1 Eimer ist etwa 65 l) gesotten.
1608 Durch Heirat der Freyberg- Tochter Eva-Benigna mit Johann Christoph von Preysing kam die Brauerei und das Gut Hohenaschau mit Söllhuben in den Besitz der Grafen Preysing. Johann Christoph von Preysing lag die Verbesserung des Brauwesens sehr am Herzen.
1613 wurde die Erbauung eines neuen Brauhauses geplant. Den Bierpreis pro Eimer hat der Graf zu dieser Zeit auf zwei Gulden festgesetzt. Durch das Aussterben der Grafen Preysing kam die Schlossbrauerei Hohenaschau und das Herrschaftsgut in den Handel.
1875 Freiherr Theodor von Cramer-Klett hat in diesem Jahr die Brauerei und das Gut gekauft. Fortschreitende Brautechnik und überregionale Bierlieferungen führten auch zum Aufschwung der Schlossbrauerei Hohenaschau. Um die Jahrhundertwende hielt die Flaschenabfüllung Einzug in das Brauereigewerbe und zu den Pferdefuhrwerken gesellte sich das erste Bierauto.
1901 brannte die Schlossbrauerei Hohenaschau ab und wurde von Baron Theodor von Cramer-Klett an zentraler Stelle neu errichtet. Die M.A.N., ebenfalls eine Cramer-Klett’sche Gründung, war bei der Planung des Brauereineubaus und Lieferung der Einrichtung führend beteiligt.
1940 Durch den Autobahnbau zu Beginn des II.Weltkrieges erhöhte sich der Bierausstoß der Brauerei auf 10.000 Hektoliter.
1957 Beginn der Produktion von alkoholfreien Getränken. Der Gesamtgetränkeausstoß der Brauerei liegt bei 14.000 hl.
1958 Installation einer automatischen Wasserenthärtungsanlage und Einbau der ersten Lagerkellermetalltanks.
Statue am Tor des Castellos
1959 Austausch sämtlicher Holzlagerfässer durch Metallgefäße.
1962/63 Neubau einer Flaschenabfüllanlage über 8.000 Flaschen die Stunde.
1964 Gärkellergebäudeneubau an der Kampenwandstraße.
1965 Neuanlagen für die Herstellung von alkoholfreien Getränken.
1970 Gesamtgetränkeausstoß 52.000 hl alkoholfreie Getränke.
1971/72 Erneute Vergrößerung der Flaschenabfüllanlage auf 20.000 Flaschen die Stunde.
1976 Einbau einer vollautomatischen Dampfkesselanlage.
1977 Inbetriebnahme einer elektronisch gesteuerten Würzekühlanlage. Langjährige Braumeister waren: Josef Gradl, Roul Walter, Karl Weikhart, Dipl. Brauing. Direktor der gesamten Cramer-Klett’schen Betriebe und auch der Schlossbrauerei war Hans Jäger (1888 - 1961).
1989 Verkauf an die Löwenbrauerei in München.
1991 wurde das letzte Bier in der Schlossbrauerei Hohenaschau gebraut.



